Glücksspiel im Kinderzimmer


Internetspiele gefährden Teenies
Glücksspiel im Kinderzimmer

Verspielt, begeisterungsfähig und risikobereit – diese alterstypischen Eigenschaften machen Teenies zur leichten Beute für das Glücksspiel im Internet. Offene Gespräche mit den Eltern und klare Regeln schützen die jungen Menschen vor der Sucht.

Wie Teenies zum Glücksspiel kommen

Laut § 6 des Jugendschutzgesetzes ist Glückspiel für Minderjährige verboten. Doch im Internet genügt eine falsche Altersangabe, um das Gesetz auszuhebeln. Meistens kommen die Jugendlichen über kostenlose, simulierte Glücksspiele auf den Geschmack. Später wechseln sie mit wenigen Mausklicks in den kostenpflichtigen Modus. „Die Übergänge vom Vergnügen zur Spielsucht sind oft fließend. Jugendliche entwickeln besonders schnell ein so genanntes Suchtgedächtnis“, berichtet Dr. Uwe Büsching, Sprecher des Ausschusses Jugendmedizin vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Der Experte warnt auch vor „Social Games“. Wer bei dieser Art von Internetspielen erfolgreich sein will, muss kostspielige Hilfsmittel kaufen.

Woran Eltern die Sucht erkennen

Die finanziellen Folgen des Glücksspiels lassen sich auf Dauer nicht verheimlichen. Eltern fällt auf, dass ihre Kinder unerklärlicherweise in Geldnot geraten und plötzlich Gegenstände verkaufen, die ihnen früher viel bedeutetet haben. Hinzu kommen die allgemeinen Anzeichen der Internetabhängigkeit. Betroffene vernachlässigen Schule, Freunde und Verwandte. Sie geben ihre Hobbies auf und verweigern die Mitarbeit im Haushalt. In schweren Fällen leiden sogar Schlaf und Körperhygiene.  

Das hilft den Betroffenen

Eltern schützen ihre Kinder, indem sie klare Regeln aufstellen und diese am besten schriftlich festlegen. Ein solcher Familienvertrag regelt zum Beispiel, wie lange und wofür die Jugendlichen das Internet nutzen. Zusätzlichen Halt bietet ein intaktes Familienleben. Eltern sollten ihren Kindern sinnvolle Alternativen zur Cyberwelt anbieten und Probleme offen aber einfühlsam ansprechen. Orientierung im Ernstfall bietet ein Besuch beim Jugendarzt oder auf der Internetseite www.spielen-mit-verantwortung.de.

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz, 112. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)

Das Team der Apotheke am Rathaus

Alle Mitarbeiter anzeigen

News

Schlaf schützt das Gehirn
Schlaf schützt das Gehirn

Lernen und Gedächtnis verbessern

Wer regelmäßig gut schläft, tut mehr für seine Gesundheit als viele denken. Erholsamer Schlaf stärkt das Gedächtnis, verbessert das Lernen und könnte sogar das Risiko für Alzheimer senken.   mehr

Sicher plantschen im Garten-Pool
Kleines Mädchen steht am Rand eines Gartenpools und patscht aufs Wasser.  Kleinkinder sollten in der Nähe vor Gartenpools immer beausichtigt werden.

Damit kein Unglück passiert

Planschbecken und Framepools sprießen jetzt im Sommer wie Pilze aus dem Boden. Klar, was gibt es für Kinder Schöneres, als im eigenen Garten im Wasser zu plantschen? Damit kein Unglück passiert, sollten Eltern jedoch einige Sicherheitsaspekte beachten.   mehr

Arzneimittelnebenwirkungen melden
Arzneimittelnebenwirkungen melden

Jeder darf mitmachen!

Die Arzneimittelbehörden und Pharmaindustrie arbeiten ständig daran, Medikamente sicherer zu machen. Doch dafür brauchen sie die Hilfe von Anwender*innen, die Nebenwirkungen melden.   mehr

Rückenschmerzen: Was hilft wirklich?
Rückenschmerzen: Was hilft wirklich?

Oft nur kurzfristige Linderung

Ob Akupunktur, Massagen oder Bewegung - es gibt viele Strategien, die Rückenschmerzen lindern. Aber leider halten viele Effekte scheinbar nur kurzfristig an.   mehr

Kein Magenkrebs durch Langzeit-PPI
Kein Magenkrebs durch Langzeit-PPI

Entwarnung beim Magenschutz

Lange galt die Sorge, dass eine dauerhafte Behandlung mit Protonenpumpenhemmern (PPI) das Risiko für Magenkrebs erhöhen könnte. Eine große aktuelle Studie gibt nun Entwarnung.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Apotheke am Rathaus
Inhaberin Anna Treinen
Telefon 07454/9 58 10
Fax 07454/26 74
E-Mail Info@apotheke-treinen.de